Visuelle Kognition bei Oktopoden

In einer Reihe von Experimenten sollen die visuell kognitiven Fähigkeiten von Oktopoden untersucht werden. Aktuell werden Experimente zum Umkehrlernen und zum visuellen Matching durchgeführt. Hiermit sollen die oftmals als außergewöhnlich beschriebenen kognitiven Fähigkeiten und die enorme Lernfähigkeit der Oktopoden auf eine solide experimentelle Grundlage gestellt werden. Sowohl kognitive Fähigkeiten wie auch eine gute Lernfähigkeit sind unter Umständen für Oktopoden aufgrund der kurzen Lebensspanne und einer zuerst pelagischen dann benthischen Lebensweise lebensnotwendig.

Das Video zeigt einen Oktopus, wie er in einer visuellen Matching Aufgabe arbeitet. Die Aufgabe des Tieres besteht darin, den Vergleichsreiz zu wählen, der dem "sample" in der Mitte gleicht. In diesem Einzelversuch wählt der Oktopus richtig und wird dafür belohnt.

Haptik bei Oktopoden

Ein auffälliges Merkmal der Oktopoden sind ihre acht langen Arme, die mit zahlreichen Saugnäpfen versehen sind. Darüber hinaus sind die Arme mit einer Vielzahl von Mechanorezeptoren ausgestattet. Diese Tatsache, sowie auch die Beobachtung, dass Oktopoden sehr taktil ausgerichtete Tiere zu sein scheinen, gab Anlaß, die haptischen Fähigkeiten der Oktopoden, über die nur Anekdotisches bekannt ist, im Detail zu untersuchen. Aktuell wird ein Experiment durchgeführt, in dem ein Oktopus Zylinder unterschiedlicher Größe voneinander unterscheiden soll.

Im Video sieht man einen Oktopus Zylinder unterschiedlicher Größe vergleichen. Er wählt den größeren Zylinder und wird für diese Richtigwahl belohnt. Das linke Kamerabild zeigt die Frontalsicht, die rechte die Aufsicht einer Szene.